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Charles Heidsieck Blanc des Millenaires 2004

Er ist blind sofort zu erkennen: Er zeigt nussige Würze, Hefe und Zitrus in der Nase, dass man schon vor dem Gaumen auf Charles kommt. Die Nase leitet zum eingangs vollen, cremigen, nussigen, hefigen Gaumen über, der in der Mitte von Zitrus und der Frische intensiver Mineralität und perfekt integrierter Säure dominiert wird.  Zu Beginn des Gaumens dominieren die Nuss Mandel Hefe Aromen die Zitrusfrucht und durchziehen einen vollen Gaumen mit typisch seidiger Charles Textur, die  ein perfektes Team mit der cremigen Perlage bildet. In der Mitte des Gaumens  treten die Maillard Aromen in den Hintergrund und der Gaumen tauscht zunehmend zum Abgang Fülle gegen präzise, reintönige, mineralisch prickelnde Zitrusfrucht. Prickelnd hat hier nichts mit der Perlage zu tun, sondern meint die mineralische Spannung, die sich als belebendes Kribbeln in der Frucht zeigt und ihr so Intensität, Frische und Leichtigkeit verleiht. Säure und Dosage sind perfekt abgestimmt und in das Gesamtbild integriert, sodass man sie suchen muss. Der Blanc des Millenaires wirkt trockener als Winston Churchill, integriert die Säure aber besser als der niedriger dosierte Bollinger und Krug. Der Abgang ist lang und mineralisch mit einem Nachklang von Zitrus Frische. Nach 24 Stunden an der Luft entwickeln sich die nussigen Noten mit einem Oxidationston. Dieser ist besonders in der Nase aber auch am Gaumen zu spüren. Die Oxidation ist nach 24 Stunden an der Luft bei Heidsieck weniger stark als bei Bollinger, Pol Roger oder Krug nach 4 Stunden Belüftung. Er beeinträchtigt aber den Eindruck von Feinheit, Reinheit und Harmonie und tritt als Fremdkörper auf, dem die anderen Elementen einiges aber letztlich doch nicht genug entgegensetzen können. Das kann man auch wohlwollender beschreiben: Er ist immer noch ein hervorragender Champagner. Er ist wohl etwas konzentrierter als 1995, trockener, hat aber nicht die phänomenale Entwicklungsfähigkeit von 1995. Er ist jetzt so ein Genuss, dass man sich fragt, ob es sich lohnt ihn aufzuheben. Wird er noch über einige Jahre komplexer, oder treten die Maillard Aromen mit zunehmendem Abstand zum Hefelager zurück hinter die mineralisch, pure Frucht,  um in sieben bis zehn Jahren den Höhepunkt zu erreichen? Ich tendiere eher zur zweiten Entwicklungs Prognose, bin aber nicht sicher, sodass die Entwicklung mit möglichst vielen großen Blanc des Millenaires 2004 Momenten weiterverfolgt werden muss. Im August 2020 ist er bei der Verkostung der beste 2004er vor Krug und Pol Roger, die man je nach Geschmack beide auf Platz 2 setzen kann. 

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