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Krug 1996

Der 1996er Krug riecht nach gerösteten Haselnüssen und Kaffee. Vom langen Hefelager hat er auch anfangs leicht unreine Hefetöne von Leder und Schweiß für die sensiblen Nasen. Diese verfliegen jedoch nach einer halben Stunde und es entwickt sich eine verführerische Verbindung der erwähnten nussigen Röstnoten mit Orangenschale und Limone. Am Gaumen offenbart sich sofort große Kraft, die sich als konzentrierte Dichte offenbart, aber auch als Fülle, die den Gaumen bis in die letzten Winkel fordert. Die Frucht ist anfangs verhalten, es gibt nussige Würze und einen dichten Kern kreidiger Mineralität. Besonders die 2. Gaumenhälfte wird von einer intensiven, stahlig schneidenden Säure dominiert, die anfangs noch den Eindruck von Harmonie stört, sich dann aber besser integriert. Mit der Zeit entwickeln sich schöne Fruchtnoten, die wieder von Limone und Orangenschale geprägt sind, aber auch einen Hauch Mirabelle haben. Die Frucht steht nicht im Vordergrund, sondern verwebt sich mit der nussigen Würze und der kreidigen Mineralität zu einem großen Ganzen. Die Verbindung von Kraft und Fülle mit einer glasklaren Mineralität und intensiven Säure mit einer feinen aber noch intensiven Mousse sprechen für eine Champagne Ikone. Aromatisch ist der Krug 1996 schon gut entwickelt hat aber noch eine lange Zukunft vor sich, die Säure und Mousse noch harmonischer abrunden werden. Aber ich liebe ihn schon jetzt für seine Kraft, Präzision und frische Energie.