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D. Romanee Conti La Tache 1990
D. Romanee Conti La Tache 1990
   

D. Romanee Conti La Tache 1990

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 Der 1990er La Tache ist neben dem 1999er und dem 2015er der größte La Tache, den Aubert de... mehr

 Der 1990er La Tache ist neben dem 1999er und dem 2015er der größte La Tache, den Aubert de Vilaine nach eigenem Bekunden seit 1971 erzeugt hat, als er die Leitung des Weingutes vom Vater Henri übernimmt. Dieser unglaublich konzentrierte, seidige, üppige Burgundern fasziniert mit seiner endlosen Aromenfülle, die man über Stunden im Glas entdecken kann. Dieser Klassiker liegt seit dem Kauf vom Allein-Importeur Reidemeister & Ulrichs im Alfavin Gewölbekeller. Füllstand: 3 cm unter Korken. Neulich haben wir eine Flasche aus dieser Kiste für unseren Blog verkostet.

 

Weinberg und Pflege

Der ursprüngliche La Tache umfasste nur 14345 Quadratmeter und ist auch als La Tache Joly de Bevy bekannt. Laut Alan Meadows hat Joseph Joly de Bevy den La Tache von seinem Onkel Louis Le Goux de la Bechere geerbt, dessen Familie die ersten urkundlichen erwähnten Besitzer des ursprünglichen La Taches sind. Die Joly de Bevy besitzen den la Tache bis zur Enteignung in der Revolution im Jahr 1793. Die Geschichte des Weinbergs ist jedoch nicht unumstritten, da etwa Lavalle die Kirche als Besitzer bis zur Revolution erwähnt. Fest steht, dass der Genearl Napoleon Bonpartes Louis Liger-Belair 1815 den Weinberg übernimmt und die Nachfahren, nachdem die älteren der zehn erbenden Geschwister nicht bis zur Volljährigkeit der jüngeren warten wollen, die rechtlich Voraussetzung für die Realteilung des Erbes ist, den Weinberg im August 1933 and die Societe Civile de la Romanee Conti versteigern. Der La Tache Joly de Bevy liegt hinter dem 1er Cru Chaumes, der ihn im Osten begrenzt, dem 1er Cru Malconsorts im Süden, dem 1er Cru Gaudichots im Westen und dem 1er Cru La Grande Rue im Norden, wobei Gaudichots zu großen Teilen und La Grande Rue ganz zum Grand Cru aufgewertet wurden.  Lavalle wertet den ursprünglichen La Tache als Tete de Cuvee, den Les Gaudichots eine Kategorie tiefer als 1ere Cuvee. Da ein großer Teil des Gaudichots in Grundbuch Urkunden La Tache Gaudichots bezeichnet werden, beginnen die Besitzer dieser Gaudichots Parzellen wohl in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts die Weine als La Tache zu verkaufen, um vom Ruf des renommierteren Weinbergs zu profitieren.  Nachdem Jean Marie Duvault jedoch mit et 4,63 h den Löwenanteil des Gaudichots wohl in den 1860ern in mehreren Teilkäufen erworben hatt verkauft die Domaine Romanee Conti weiter den Wein als Gaudichots, von dem einige Freunde noch den berühmten 1929er kosten konnten. Im Rahmen der sich ankündigenden offiziellen Lagenklassifiezierung möchte man jedoch in den 30er Jahren den grand cru Status der Parzelle Gaudichots ou La Tache sichern und den Namen La Tache verwenden, was die Liger Belairs als Besitzer von La Tache Joly de Bevy 1932 verhindern wollen, jedoch vor Gericht unterliegen. So werden die beiden La Tache Parzellen der Domaine de la Romanee Conti 1936 im Appellationsgesetz als Grand Cru klassifiziert, die etwa einen Hektar großen Les Gaudichots der anderen Besitzer als 1er Cru. Im Rahmen von Grenzbegradigungen veränderte sich der La Tache noch sehr unwesentlich, da man mit dem Nachbarn La Grande Rue gegen La Tache tauschte. Der La Tache ist sanft gegen Osten geneigt und liegt etwa auf 250 bis 300 Höhenmetern. Der Boden ist unterschiedlich aber überall von der Textur von Natur aus gut drainiert, sodass sich keine Staunässe bildet. Der Joly de Bevy teil hat schwereren, tiefereren Oberboden, der allgemein zu volleren, kräftigeren Weinen neigt, während les Gaudichots mineralischere, etwas leichtere Weine erbringt. Spekulationen welcher Teil besser werden von den Besitzern der Domaine de la Romanee Conti nicht unterstützt und man versichert, dass die Trauben auch nicht getrennt ausgebaut werden. Nun kann vermuten, dass der heutige La Tache eher durch den Gaudichots geprägt ist, da er doch mit über 75 Prozent den größten Teil der Trauben der Cuvee liefert. Der Weinberg  ist jetzt im Schnitt über 60 Jahre alt und wird seit 1985 biologisch, inzwischen sogar biodynamisch angebaut. Die Reben werden auf fünf Ruten zurückgeschnitten und der Weinberg mit dem Pferd gepflügt.

Vinifizierung, Ausbau und Abfüllung

Als Lalou Bize und Aubert de Vilaine 1977 einen Sortiertisch kaufen, hat man sowas in Burgund noch nicht gesehen und es dauert mehrere Jahrzehnte, bis sich diese Praxis durchsetzt. Andre Noblet entrappt die Trauben nie und die merklichen vegetabilen Tannine sind ein Stilmerkmal der Weine der Domaine de la Romanee Conti. Sein Sohn Bernard, der seit dem Jahrgang 1985 alleiniger Kellermeister und zunächst auch noch Weinbergmanager ist, hat einen flexibleren Ansatz und in phenolisch nicht perfekt reifen Jahren wie in 2013 wird ein Teil der Trauben entrappt. Vor der Fermentation weicht der Most gut fünf Tage auf den Schalen. Bei der Gärung werden die Temperaturen auf 32 Grad beschränkt, was niedriger als früher ist. Die Gärung dauert zwei bis drei Wochen. Zu einer Verbesserung der Extraktion von Tanninen und Farbstoffen wird die Kappe mit den Traubenschalen mehrmals am Tag in den Most gedrückt während man das Umpumpen auf einmal am Tag beschränkt, um die Gärung nicht durch die zusätzliche Sauerstoff Zufuhr unter die gewünschten zwei bis drei Wochen zu beschleunigen. Am Ende der Gärung wird bis zu einem Grad chaptalisiert. Der Wein wird einmal gepresst und in neue Eichenfässer, die eigens nach Vorgaben der Domaine aus besonders lang abgelagerter, leicht getoasteter Eiche erzeugt werden, abgezogen. Das Holz ist heute beim jungen Wein wesentlich besser integriert als früher als der Anteil neuer Eicher geringer war, diese aber ein auffälligeres Toasting hatte. Die Elevage im Fass ist heute mit 18 bis 24 Monaten für Burgund ungewöhnlich lang aber dennoch deutlich kürzer als vor 100 Jahren. Die Weine werden nie gefiltert aber in manchen Jahren mit Eiweiß geschönt.  

Der Jahrgang

1990 ist ein warmes Jahr, das wunderschön reife volle Frucht hat. Der La Tache zeigt dunkle, reife Noten, aber die weiche, üppige Frucht erhält durch die vegetalen Stengeltannine eine gute Struktur und Frische, die dem Gaumen eine gewisse Spannung verleiht.

Sensorik

Dunkle und rote Früchte, rauchige, ledrige, würzige Noten in der Nase. Am Gaumen sehr voll und harmonisch mit perfekt integrierten weichen Tanninen. Üppige Frucht und eine feine erdige Würze. Sehr groß ohne Frage, aber mancher erwartet noch ein intensiveres Feuerwerk von diesem legendären Wein. Geduld, er wird sich noch verbessern.

Entwicklung und Potential

Der Wein ist schon gut zu trinken, aber sollte in fünf Jahren noch besser sein. Dieses Monument sollte bis zur Mitte des Jahrhunderts halten. 

Diesen Wein genieße ich am besten

Die ideale Trinktemperatur ist 16 Grad, sodass in warmen Räumen ein bis zwei Grad kälter ausgeschenkt werden sollte. Vorsicht mit dem Depot! Am besten die Flasche einige Tage vorher aufrecht stellen und vorsichtig und ohne Rotieren öffnen und einschenken.

Kulinarische Begleitung

Dieser Wein ist zwar voll und körperreich, aber auch üppig und weich. Dieses Gaumengefühl wird durch kräftige Speisen, süße oder saure Saucen beeinträchtigt. Ein Fasan oder ein Kalbsbraten passt, aber am besten erfasst seine Komplexität und Subtilität ohne Essen.

 

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Enthält Sulfite
Hersteller: Domaine de la Romanee Conti 1 Place de l'Église 21700 Vosne-Romanée, France
Jahrgang 1990
Nettofüllmenge 750 ml
Farbe rot
Geschmacksgrad trocken
Alkohol 13,5 %
Grand/1er Cru Grand Cru
Terroir Vosne Romanée
Anbaugebiet Burgund
Land Frankreich
Erzeuger Domaine de la Romanee Conti
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