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D. Romanee Conti Romanee St. Vivant 1990

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Ein perfektes Jahr mit seidig opulentem Gaumengefühl und einer hinreißenden Pinot Noir ... mehr

D. Romanee Conti Romanee St. Vivant 1990 Details

Ein perfektes Jahr mit seidig opulentem Gaumengefühl und einer hinreißenden Pinot Noir  Frucht, die von feiner floral bis exotischer Würze unterlegt wird. Seit dem Kauf vom Allein Importeur Reidemeister & Ulrichs in 1994, lag dieser Wein unbewegt im tiefen Alfavin Gewölbekeller und ist im perfekten Zustand,

Weinberg und Pflege

Die Domaine besitzt 5,29 oder 5,28 ha Hektar im Romanee Saint, die seit 1966 von den Marey Monge gepachtet und schließlich 1988 gekauft wurden. Die Reben liegen im Cloux du Moytant und im Clos du neuf Journaux, also nicht im besten Teil des Romanee Saint Vivants. So werden auch die Trauben einiger Teile des Weinbergs immer an Negociants verkauft. Hinzu kommen Neuanpflanzungen. Unter den Marey Monge waren die Reben zwar alt aber mit produktiven Clonen bepflanzt. In vielen Fällen konnte eine Selektion verschiedener eigener Clone aus dem Romanee Conti Weinberg auf alte Stöcke gepfropft werden, aber in einigen Fällen hat man auch die alten Stöcke gerodet wie im Stück nebem dem Quatre Journaux von Louis Latour. In dieser eigentlich besten Parzelle, die man innerhalb des Romanee Saint Vivants besitzt, wurde erst im Jahr 2005 neu angepflanzt wie Nicolas Jacob, Leiter der Weinbergs Arbeit berichtet. So kann man davon ausgehen, dass in den nächsten 20 Jahren ein nicht unerheblicher Teil der Trauben, nicht mit dem eigenen Romanee Saint Vivant von Domaine Romanee Conti abgefüllt wird. Im ertragreichen Jahr 2009 gab es etwa 18200 Flaschen, das wären gerade einmal 25 hl pro Hektar, was nicht stimmen kann. Alan Meadows berichtet, dass die Domaine Romanee Conti nur ca. 70 Prozent der Produktion selbst abfüllt, womit die Domaine der Lieferant für die Negoce Abfüllungen von etwa Lucien LeMoine und Nicolas Potel wäre. Jedenfalls versteht man, warum bei der Domaine Romanee Conti zumindest bis vor kurzem bei Verkostungen der Richebourg klar vor dem Romanee Saint Vivant lag, während ansonsten ein guter Romanee Saint Vivant wegen der komplexeren Aromatik und ausdrucksvolleren Nase, dem kräftigen, körperreichen Richebourg meist vorzuziehen ist. Nachdem man in den 70er Jahren zusehends Probleme mit der amtlichen verordneten Kaliüberdüngung bekam, leitet das neue Führungsteam von Lalou Bize, Direktorin der Gesellschaft ab 1972, und Aubert de Vilaine, aber 1974 in der Geschäftsführung, energische Gegenmaßnahmen ein, die besonders nach Andre Noblets Ruhestand im Jahr 1984 mit dem Jahrgang 1985 erste Früchte tragen. Inzwischen werden die Weinberge biodynamisch angebaut und mit dem Pferd gepflügt.  Auch einem Laien wird bei einem Spaziergang durch die Grands Crus von Vosne Romanee auffallen, wie perfekt gepflegt die Weinberge der Domaine de la Romanee Conti sind. Inzwischen ist dies lange kein Alleinstellungsmerkmal mehr, was am Qualitätsbewusstsein der neuen Winzergeneration liegen mag. Rein pragmatisch kann man aber auch sagen, dass inzwischen alle Weingüter das alte Preisniveau von Domaine Romanee Conti erreicht haben und entsprechend höheren Personalaufwand treiben können.

Vinifizierung, Ausbau und Abfüllung

Heute finden wir fast überall Sortiertische, aber die Domaine brachte schon 1977 diese Innovation nach Burgund. Zurzeit von Andre Noblet vor gut dreißig Jahren waren die Domaine und Leroy die ersten, die dieses Werkzeug in Burgund einsetzen. Während sein Vater Andre, der 1984 in den Ruhestand ging aber bis zu seinem Tod im Jahr 1985 weiterarbeitete, nur ganze Trauben vergoren hat, ist unter Bernard Noblet, der bis Anfang 2018 Kellermeister war, der Ansatz wesentlich flexibler geworden, wobei es gerade die eher leichten Weine der späten 70er und frühen 80er waren, in denen die Stile in leichteren Jahren zu starke aromatische Dominanz bekamen. Heute wird in Jahren mit nicht perfekter Reife wie etwa zuletzt in 2013 zumindest ein Teil der Ernte entrappt. Bevor die eigentliche Gärung einsetzt, weichen die Trauben bei kühlen Temperaturen fünf bis sechs Tage. Diese Methode ist in Burgund von Henri Jayer Anfang der 70er Jahre eingeführt worden. Die Gärtemperatur wird heute auf 32 Grad beschränkt, was niedriger als früher ist. Die Gärung dauert zwei bis drei Wochen. Zu einer Verbesserung der Extraktion von Tanninen und Farbstoffen wird die Kappe mit den Traubenschalen mehrmals am Tag in den Most gedrückt während man das Umpumpen auf einmal am Tag beschränkt, um die Gärung nicht durch zuviel Sauerstoff unter die gewünschten zwei bis drei Wochen zu beschleunigen. Am Ende der Gärung wird bis zu einem Grad chaptalisiert, was zuletzt in 2013 geschah. Anschließend werden die Weine einmal gepresst und in neue Eichenfässer, die eigens nach Vorgaben der Domaine aus besonders lang abgelagerter, leicht getoasteter Eiche erzeugt werden, abgezogen. Das Holz ist heute beim jungen Wein wesentlich besser integriert als früher als der Anteil neuer Eicher geringer war, diese aber ein auffälligeres Toasting hatte. Die Elevage im Fass ist heute mit 18 bis 24 Monaten für Burgund ungewöhnlich lang aber dennoch deutlich kürzer als vor 100 Jahren. Die Weine werden nie gefiltert aber in manchen Jahren mit Eiweiß geschönt.  

Der Jahrgang

1990 ist ein warmes Jahr, das wunderschön reife volle Frucht, aber manchmal auch etwas geröstete Aromen und reife aber rustikale Tannine brachte. Der Romanee Saint Vivant 1990 von Domaine de la Romanee Conti fällt überhaupt nicht in diese Kategorie.  Es geht wohl auf die Stile der ganz vergorenen Trauben zurück, dass dieser eine vegetale frische Note weit entfernt von überreifen Aromen hat.

Sensorik

Der Wein empfängt uns mit roten Früchten aber auch Blaubeere, um uns schnell in einen orientalischen Gewürzbasar zu leiten, in dem wir Ingwer, Zimt, Lorbeer, Kukurma und Nelken entdecken. Am Gaumen ist die Frucht konzentriert üppig und gut zu trinken aber letztlich noch relativ undifferenziert, jung und noch wenig komplex. Er braucht noch etwas Zeit.

Entwicklung und Potential

Ich schmecke beginnende Reife, die schon Spaß macht, aber angesichts des Preisschildes wäre es ein Fehler, nicht noch fünf Jahre zu warten. Der Wein wird auch in 20 Jahren keinerlei Anzeichen von Müdigkeit zeigen und sollte bis 2050 halten.

Diesen Wein genieße ich am besten

bei 16 Grad und ohne das Depot aufzuschütteln. Wenn ich kein Körbchen einsetzte und grundsätzlich ist es gut, die Flasche ein paar Tag vor Genuss senkrecht aufzustellen, damit sich das Depot absetzen kann. Pinot Noirs aus Burgund reagieren in der Regel schlecht auf Dekantieren.

Kulinarische Begleitung

Weine wie diese sind inzwischen auf einem Preisniveau angelangt, dass ich mir kaum vorstellen kann, in der heimischen Küche einen Begleiter zu kochen. Solche Weine genießen wir wohl eher mit Freunden bei einer Weinprobe aber ohne kulinarische Begleitung.

 

 

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Enthält Sulfite
Hersteller: Domaine de la Romanee Conti 1 Place de l'Église 21700 Vosne-Romanée, France
Jahrgang 1990
Nettofüllmenge 750 ml
Farbe rot
Geschmacksgrad trocken
Alkohol 13,5 %
Poisot Romanee St Vivant 2014 Poisot Romanee St Vivant 2014
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