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Roumier Musigny 1997

Dieser Wein ist mir schon eine Weile nicht mehr begegnet. Er duftet intensiv nach roten Früchten aber auch Brombeere und Veilchen. Am Gaumen ist er sehr harmonisch und seidig voll mit einer schönen Fruchtsüße und für den Jahrgang erstaunlichen Substanz und Konzentration. Im Abgang hätte man ihn sich noch länger gewünscht, wobei er nicht kurz ist, aber nicht ganz an die Erwartungen an die überragende Lage und ihren wohl besten Interpreten erfüllt. Dieser Wein ist voll reif, hat noch keine störenden Tertiäraromen, baut aber nach einer guten Stunden an der Luft doch etwas ab. Ich kann mich nicht erinnern in den letzten Jahren und überhaupt einen 1997er Pinot Noir auf diesem Niveau getrunken zu haben, aber natürlich kann sich auch Christophe Roumier nicht ganz den Grenzen dieses Jahrgangs entziehen und so fehlt es diesem Wein an der letzten Intensität, Rafinesse und zauberhaft, eleganten Verspieltheit, die einen großen Musigny auszeichnen, von denen es heute leider ganz wenige gibt, anders als zu den Zeiten als zu den großen Zeiten der Domaine de Vogue.