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Unsere Geschichte und wofür wir stehen

Alfavin ist nach La Bourgogne und N & M Weine das dritte Weinprojekt von Matthias Moesle, der seit 35 Jahren, der Fasiznation Burgund folgt, aber völlig ohne Scheuklappen die großen Weine der Welt verkostet, bewertet, sammelt und verkauft. Alfavin betreibt kein Ladengeschäft, sondern Versand über ein Logistikzentrum, das die Aufträge abwickelt, die Sie online aufgeben. 

Matthias Moesle steht für eine lebenslange Suche nach dem perfekten Burgunder. Burgund machte  in den 70er und 80er Jahren eine Krise durch. Auch wenn es damals nur wenige qualitätsbewusste Erzeuger gab, lassen sich viele ihrer Weine aus den angeblich schwierigen Jahren heute noch wunderbar trinken, während die erste Generation der neuen Burgunder aus der Zeit des Aufbruchs heute wenig Vergnügen bereitet oder das Zeitliche gesegnet hat. Fast alle Neuerungen der Kellertechnik, die auf mehr Stoff, mehr Struktur setzten und durch Kaltmazeration, Umpumpen und Pigeage kräftigere Weine erzielen wollten, sind mehr oder weniger gescheitert. Geblieben ist die Erkenntnis, dass Konzentration und Reife nur durch vorbildliche Weinbergsarbeit zu erzielen sind. Das Geheimnis und die Einzigartigkeit Burgunds liegt in der aromatischen Dichte und Komplexität, der texturellen Harmonie und Fülle, die ohne strukturelle Power ganz schwerelos, nuanciert und elegant herkommt. Anders herum: durch übertriebene Extraktion und Konzentration entwickeln Burgunder eine Struktur und Tanninlastigkeit, die den burgundischen Charakter mit all seinen Vorteilen für etwas aufgeben, was in wärmeren Gegenden, die von Natur aus zu mächtigeren Weinen prädestiniert sind, überzeugender mit anderen Rebsorten erreicht wird.

Das zweite große Thema der Neuerer ist der Barrique-Einsatz. Der richtige Burgunder verträgt durchaus 100 Prozent neues Holz, wenn es gekonnt eingesetzt wird. Wenige Burgunder, die in stark gerösteter Eiche ausgebaut wurden, haben die Substanz, ihr Gleichgewicht wiederzufinden. Da wir aber hier keine Dissertation schreiben wollen, erinnern wir daran, dass zwei spannende gegensätzliche Trends weiterleben: Die Verbindung von konzentrierter Pinot Noir Frucht mit Mikrooxidation im neuen aber nicht zu stark geröstetem Fass, was zu hinreißend fruchtig  würzigen, geschmeidigen Weinen führen kann, wie es uns die Ikone Henri Jayer zuerst gezeigt hat. Der andere Trend geht zu terroirbetonten Weinen, die nur kurz nach Füllung ihre delikat fruchtigen Noten offenbaren, aber nie vom Holz dominiert sind und auch langsamer reifen und danach eine lange Phase durchmachen, in denen sie sehr verschlossen sind. Es sind sicher die authentischsten, reinsten Burgunder.

Anders etwa als ein Pichon Lalande 1982, der Zeit seiner Vinifizierung immer ein Genuss war, sind Burgunder oft unnahbar. Die Frucht kann phasenweise  fast ganz verschwinden und es bleiben, Säure, Tannin oder sogar eine hohle Leere. Deswegen ist die Bewertung von Burgundern schwierig und erfordert sehr viel Erfahrung und Talent.

Während wir in fast allen klassischen Weinbauregionen eine eklatante Preisinflation verzeichnen, ist die Champagne eine der wenigen Regionen der Welt, wo man deutlich unter 50€ groß trinken kann. Sicher sind Ihnen schon einige der jungen Talente aufgefallen, deren Zahl ständig wächst und die anders als die Eltern noch, ihre Champagner selbst ausbauen und vermarkten. Angesichts der Tatsache, dass die meisten Weine vier oder mehr Jahre auf der Hefe gelagert sind, sind die Preise für oft trinkreife Weine noch maßvoll.

Ich bin immer auf Entdeckungsreise, begleiten Sie mich doch auf der Alfawein-Seite. Schon jetzt gibt es hier einzigartige Weine, die neue Horizonte aufbrechen, und die Reise geht weiter.

Ihr Matthias Moesle