Persönliche Beratung
Besonders wenn man ihn vorher drei bis vier Stunden öffnet, erlebt man ein wunderbares Genusserlebnis.
Das Bouquet hat ein komplexes Spektrum von Fruchtnoten: Tarte Tatin, pochierte Quitte, Mirabelle, getrocknete Aprikose und Birne. Hefige Brioche, Haselnuss, Mandel, Honig, Karamell, Espresso liegen in tieferen Schichten, dazu florale Akzente wie Akazienblüte.
Der Gaumen verbindet cremige, buttrige Fülle mit präziser Mineralität und lebhafter, aber harmonischer Säure, die in einen langen Abgang führt.
Pfirsichkompott, Apfel-Tarte, Karamell, geröstete Nüsse und eine erdige Pinot-Noir-Note von Pilzen auf nassem Waldboden prägen den Gaumen aromatisch. Der Finish ist majestätisch lang, salzig-persistent, mit Mandel und weißem Pfeffer.
R.D. 2004 verbindet seidige Fülle, feine Perlage und erfrischend prickelnde Mineralität. Er ist ein perfektes Beispiel, warum R.D. für Kenner so besonders ist.
Fazit: Bollinger R.D. 2004 ist einer der besten R.D. aller Zeiten
Nach einem sehr frühen und guten Vegetationsstart (viel Sonne im Frühling) folgte ein nasser, kühler Juli mit Hagelschäden in manchen Gebieten.
August war trüb und kühl, was das Reifen bremste und die Erträge zunächst bedrohte.
September und Oktober brachten dann sonniges trockenes Wetter, das zu langsam abreifenden Trauben mit perfekter Reife und hoher Säure führte.
Die Erträge sind sehr hoch, durchschnittlich über 20.000 kg Trauben pro Hektar. Bollinger konnte durch die Auslese überzähliger grüner Trauben dennoch Weine von Substanz und Tiefe erzeugen.