Persönliche Beratung
Er hat die Konzentration, Substanz und Tiefe, die an längst vergangene Zeiten erinnert. Was ist das besondere an ihm oder ist er nur primus inter pares? Das besondere ist die späte Ernte. Nach den Erfahrungen mit 1996 hat sich das Team um Vincent Chaperon nicht von hohen Zuckerwerten zur Ernte Mitte September verleiten lassen.
In zahlreichen Durchgängen wurden geschrumpfte, kleine, konzentrierte Pinot Noir Beeren mit optimaler phenolischer Reife geerntet, als andere schon längst die Ernte abgeschlossen hatten.
Die intensive Frucht von Zitrone, Mirabelle und Pfirsich, Röstmandel, Haselnuss, Brioche und Pop Corn Aromen sind schon heute eine große Verführung. Die cremige Textur schmeichelt dem Gaumen wie oft bei Dom Perignon.
2008 hat bei aller Intensität eine mineralisch lebendige, schwerelose Eleganz und so eine perfekte Abstimmung von Dosage und Säure, dass er einfach Lust auf das nächste Glas macht.
Sicherlich ist der eindrucksvollste Dom Perignon Jahrgang seit langem. Für Kenner, die einen Champagner suchen, um dessen Entwicklung über Jahrzehnte zu verfolgen, ist er eine großartige Wahl. Dieser Jahrgang hat das Zeug zur Legende. Ob er die intensive nussige Aromatik, des im Eichenfass vergorenen 1966ers erreicht, wird die Zeit zeigen. Jedenfalls hat er eine Konzentration und Substanz, die an längst vergangene Zeiten erinnert.
Wenn man einen noch seidigeren Gaumen und vielschichtige Fruchtaromen sucht, gibt es mit 2004 und 2002 durchaus spannende Alternativen.
Der Duft von gerösteten Mandeln, Haselnuss, Brioche, Vanille und Zitrusfrüchten strömt aus dem Glas. Über Stunden kann man immer wieder neue Nuancen entdecken.
Am Gaumen komplettieren Nuancen von Aprikose und Mirabelle das Aromen Spektrum von Zitrus und Toast Noten. Die rassige Säure ist perfekt in die seidige Textur integriert. Bei aller cremigen Fülle sorgt ein prickelnder, mineralischer Kern für einen frischen Kick. Die Mineralität und die niedrige Dosage verleihen diesem außergewöhnlichen Dom Pérignon eine schwerelose Eleganz. Er beeindruckt mit Substanz und Intensität, um in der zweiten Gaumenhälfte mit subtiler Eleganz auszuklingen.
2008 gilt als einer der besten Champagner-Jahrgänge der letzten Jahrzehnte. Er vereint die Reife von 1990 mit der Struktur von 1996. Der kühle, sonnenarme Sommer hielt die Säure hoch – ein milder, trockener Herbst ermöglichte dennoch außergewöhnliche Traubenreife. Diese langsame, kontrollierte Reifung trägt zu den komplexen, noblen Aromen bei, die den 2008er auszeichnen.
Der Dom Pérignon 2008 ist bereits heute ein beeindruckendes Erlebnis – aber wer unzählige Schichten nicht nur fruchtiger, komplexer Aromen erleben will, sollte noch 10 Jahre warten. Das Trinkfenster reicht bis 2050 und darüber hinaus, vorausgesetzt die Lagerbedingungen stimmen.
Der 2008 ist ideal für Sammler und Kenner, die seine Entwicklung über Jahrzehnte verfolgen wollen.
Ein paar Flaschen des 2008er sollte jeder Dom-Pérignon-Fan im Keller haben – eigentlich jeder Champagner-Sammler. Über diesen Jahrgang wird noch in Jahrzehnten gesprochen werden. Was gibt es Besseres, als beim nächsten großen Champagner-Abend nicht nur aus der Erinnerung mitreden zu können, sondern noch den Star der Verkostung im Keller zu wissen?
2004 und 2002 sind schon weiter entwickelt und noch seidiger und komplexer. Besonders der intensiv fruchtige 2004 ist vom Preis Geschmackes Verhältnis eine besondere Empfehlung.
Gerade ist der P2 auf den Markt gegkommen. Durch das wesentlich längere Hefelager (degorgiert im Jahr 2024) zeigt er eine warme nussige Opulenz. Die Frucht ist weniger von Zitrone geprägt. Birne, Orange, Ananas gelbe Früchte sind dominant. Er ist komplexer, aber ihm fehlt die frische Mineralität der normalen Variante.
Neben der klassischen Version sind die Luminous Edition (mit LED-Beleuchtung), die Artist Edition (Lenny Kravitz) und die seltene Legacy Edition erhältlich – inhaltlich identisch, nur das Design unterscheidet sich. Relevant ist jedoch das Dégorgierungsdatum: Da die verschiedenen Editionen zu unterschiedlichen Zeitpunkten dégorgiert werden, kann sich ihr Charakter merklich unterscheiden – mitunter deutlicher, als man erwarten würde.
Es ist leider nicht selten, dass einzelne Partien Dom Pérignon enttäuschen. Möglicherweise hängt dies mit dem Dégorgement zusammen, das sich über einen längeren Zeitraum erstreckt. Dom Pérignon lagert nach dem Dégorgement einige Monate, um den Stress des Prozesses zu überwinden. Bei den Jahrgängen 2015 und 2006 kam es zu solchen Fällen – betroffene Flaschen wurden jedoch problemlos ausgetauscht. Beim Jahrgang 2008 hatten wir bislang keinerlei Probleme.
Dom Pérignon ist vermutlich der bekannteste Jahrgangs-Champagner der Welt und wird in mehr Jahrgängen produziert, als viele denken. Laut Insider-Informationen entstehen zwischen zwei und sechs Millionen Flaschen pro Jahrgang. Durch Zugang zu einer Vielzahl exzellenter Weinberge verfügt das Haus fast immer über Trauben höchster Qualität – in schwierigen Jahren fällt die Produktion jedoch deutlich kleiner aus.
Dom Pérignon 2008 ist die für diese Prestige Cuvée typische ausgewogene Mischung von Pinot Noir und Chardonnay, die jeweils zur Häfte die Assemblage ausmachen. 55–60 % je nach Jahrgang). Alle Trauben stammen aus renommierten Grand-Cru-Lagen der Champagne: Pinot Noir aus Aÿ, Bouzy, Mailly und Verzenay, Chardonnay hauptsächlich aus Avize, Cramant und Chouilly. Der 1er Cru Anteil aus Hautvillers ist hauptsächlich symbolisch.
Die Trauben werden ausschließlich von Hand gelesen, um nur perfekt gereifte Früchte zu selektieren. Für die Herstellung wird ausschließlich der Most der ersten Pressung verwendet. Die alkoholische Gärung erfolgt in Edelstahltanks – eine bewusste Entscheidung, um Frische, Präzision und Frucht zu bewahren.
Seit Anfang der 1990er Jahre setzt Kellermeister Richard Geoffroy konsequent auf die malolaktische Gärung, bei der die schärfere Apfelsäure in mildere Milchsäure umgewandelt wird. Der Gaumen wird dadurch voller, die Aromen fruchtiger und der Champagner in der Jugend charmanter und runder. Dieser Vorteil wird jedoch mit leichten Einbußen bei der langfristigen Entwicklung erkauft: Champagner ohne malolaktische Gärung besitzen mehr Struktur und entwickeln sich langsamer.
Nach dem Ausbau der Grundweine stehen Hunderte verschiedener Partien zur Verfügung, aus denen die endgültige Cuvée komponiert wird. Diese Assemblage erfordert sensorische Präzision, Erfahrung und Intuition. Nach der Flaschengärung reifte Dom Pérignon 2008 neun Jahre auf der Hefe. Die Dosage liegt bei 5 g/l und ist präzise auf die Säure abgestimmt, um einen runden, harmonischen Stil zu gewährleisten.
Dom Perignon ist nicht nur Mönch sondern in der Abtei Hautvillers ein Pionier des Weinbaus. Er stellt Cuvées aus weißen und roten Sorten her, nachdem er die Möglichkeit erkannt hat aus roten Sorten weiße Weine zu keltern. Er hat allerdings nie Champagner hergestellt oder die méthode champenoise entdeckt.
Als erstes stellt Mercier einen Dom Perignon her. Mit der Heirat von Francine Durang-Mercier mit Paul Chandon im Jahr 1927 geht die Marke in den Besitz von Moet über.
Robert-Jean de Vogué, Direktor von Moet entscheidet in den 30er Jahren eine Prestige Cuvée herauszubringen. Dazu lässt er 1936 den Jahrgang 1921 des Vintage Champagners in eine besondere antike Flasche füllen. Die Auffmachung ist immer noch die Gleiche. Beginnend mit 1947 wird jedoch Dom Perignon als eigenständiger Wein aus besonders hochwertigen Trauben gekeltert.
→ Mehr zu Dom Pérignon: Jahrgänge, Herstellung & Geschichte
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