Piper-Heidsieck

Rare Champagne

Rare Brut Millesime 2008

Regulärer Preis €177,48
Stückpreis€236,64l
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    Rare Champagne

    Rare brut Millesime 2006

    Regulärer Preis €200,68
    Stückpreis€267,57l
    Verfügbar in 1 title
      Rare Champagne

      Piper Heidsieck Brut Millesime 2012

      Regulärer Preis €70,49
      Stückpreis€93,99l
      Verfügbar in 1 title

        Piper Heidsieck

        Piper-Heidsieck

        Zusammenfassung

        Piper-Heidsieck geht 1834 aus dem bereits 1785 gegründeten Haus Heidsieck hervor und blieb bis 1989 im Familienbesitz.

        Früher war das Haus eine coole Marke, aber seit den späten 60er Jahren setzt man auf starke Expansion in den Massenmarkt, was dem Ruf schadete. Seit der Zusammenführung mit Charles Heidsieck und insbesondere unter Kellermeister Daniel Thibault (ab den 1990er Jahren) verbesserte sich die Qualität deutlich.

        Davon profitiert vor allem die Prestige-Cuvée Rare Champagne, die seit 2018/2019 als eigenständige Marke positioniert wird, aber weiterhin in den Kellern von Piper-Heidsieck produziert wird.

        Régis Camus (achtmaliger „Sparkling Winemaker of the Year“ beim International Wine Challenge) setzte die Qualitätsarbeit fort, bis er 2022 an Émilien Boutillat übergab.

        Rare Champagne

        Positionierung und Produktion

        Die Vintage-Champagner von Piper-Heidsieck waren bis in die 1960er Jahre legendär. Jahrgänge wie 1945, 1953 und 1955 zählen zu den Höhepunkten der Champagne-Geschichte.

        1961 wurde die Prestige-Cuvée Florens-Louis eingeführt. Die besten Trauben wurden nun für diese Cuvée reserviert, was die Qualität der normalen Jahrgangs-Champagner beeinträchtigte.

        Mit dem Jahrgang 1976 löste die Cuvée Rare die Florens-Louis als Flaggschiff ab. Stilistisch besteht eine sehr große Kontinuität – viele Experten sprechen daher eher von einer Umbenennung als von einer völlig neuen Cuvée.

        Rare wird nur in außergewöhnlichen Jahren erzeugt (bisher u. a. 1976, 1979, 1985, 1988, 1990, 1998, 1999, 2002, 2006, 2008, 2012, 2013).

        Zusammensetzung

        Rare Millésime besteht aus etwa 70 % Chardonnay. Dieser stammt nicht nur aus der Côte des Blancs, sondern auch aus Trépail und Villers-Marméry in der Montagne de Reims – Lagen, in denen der Chardonnay besonders üppig und reif wird.

        Die etwa 30 % Pinot Noir kommen vor allem aus den Grand-Cru-Dörfern Verzy, Verzenay, Ambonnay und Mailly-Champagne.

        Stil

        Junge Jahrgänge zeigen exotische Früchte, Zitrus, Mineralität und Würze. In der mittleren Reifephase treten oft petrol- und kerosinartige Noten auf, die an Riesling erinnern. Mit längerer Lagerung entwickeln sich komplexe Röstnoten von Toast, Kaffee, Nougat, Haselnuss, Trockenfrüchten, Honig und Rauch. Der Rare Rosé folgt einem ähnlichen Konzept, enthält jedoch deutlich mehr Pinot Noir.

        Geschichte

        Florens-Louis Heidsieck (1749–1828), ein aus Westfalen stammender Tuchhändler, gründete 1785 in Reims das Unternehmen Heidsieck & Cie, das sowohl mit Stoffen als auch mit Champagner handelte. Er soll persönlich Champagner an Königin Marie-Antoinette geliefert haben. Beim Tod von Florens-Louis 1828 übernahm sein Neffe Christian Heidsieck seine Anteile und nimmt Henri-Guillaume Piper als Partner auf. 1835 starb Christian und seine Witwe heiratet M. Piper, wodurch der Doppelnamen des Hauses entsteht.

        Im 19. Jahrhundert entwickelte sich das Haus zu einem der exportstärksten Champagnerproduzenten und wurde Hoflieferant für mehrere europäische Höfe, darunter die russische Zarenfamilie, den deutschen Kaiser, die britische Krone und weitere Monarchien.

        Nach dem Tod von Henri-Guillaume Piper im Jahr 1870 übernimmt sein langjähriger Partner Jacques-Charles Théodore Kunkelmann das Haus. Er führt es unter dem Namen Kunkelmann & Cie weiter und baute die internationale Präsenz, insbesondere in den USA aus. 

        Die Enkelin Yolande d'Aulan bennent das Haus 1930 wieder in Piper-Heidsieck um. 

        Ihr Sohn François d’Aulan führt Piper von 1956 bis zum Verkauf an die Familie Hériard-Dubreuil im Jahr 1989, Diese integriert Piper-Heidsieck und Charles Heidsieck 1991 in die Rémy-Cointreau Gruppe. Nachdem man 1999 schon Krug verkaufen muss, verkauf man 2011 Piper-Heidsieck an die EPI-Gruppe. Diese baut eine neue Kellerei und kauft Weinberge.

        Seiit 2018 teilen sich Piper-Heidsieck und das Schwesterhaus Charles Heidsieck eine moderne Kellerei am südlichen Stadtrand von Reims.

        Weinberge und Trauben

        Piper-Heidsieck teilt mit Charles Heidsieck innerhalb der Firmengruppe fast 70 Hektar eigene Weinberge.

        In der Montagne de Reims besitzt man Lagen in Verzy, Verzenay, Ambonnay, Bouzy, Mailly-Champagne u. a. An der Côte des Blancs verfügt das Haus über Weinberge in Avize, Oger, Cramant und Le Mesnil-sur-Oger.

        Das Haus bezieht Trauben von über 240 Winzern aus mehr als 110 Crus, die überwiegend als Grand-Cru- und Premier-Cru klassifiziert sind.

        Produktion und Kellertechnik

        Die Vinifikation erfolgt parzellengenau und getrennt nach Rebsorte. Für die hochwertigen Cuvées wird ausschließlich der Saft der ersten Pressung (cuvée) verwendet. Die meisten Basisweine werden in temperaturkontrollierten Edelstahltanks ausgebaut.

        Daniel Thibault führte in den 1990er Jahren die malolaktische Gärung konsequent ein, wodurch die Weine deutlich fruchtbetonter und zugänglicher wurden.

        Das Hefelager findet in den historischen Kreidekellern (crayères) statt. Das Rütteln (remuage) erfolgt heute überwiegend maschinell (Gyropalette), nur bei sehr wenigen Sonderabfüllungen noch per Hand.

        Die Dosage liegt bei den meisten Cuvées im Brut-Bereich (ca. 8–10 g/l); Rare ist meist mit 7–9,5 g/l dosiert.