Persönliche Beratung
Der Jahrgang 2018 von La Grande Dame zeigt sich bereits heute erstaunlich zugänglich, fruchtbetont und harmonisch. Seit 2012 hat sich der Stil des Hauses spürbar verändert – weg von den früher oft oxidativen Noten hin zu mehr Frische und Frucht. Im Vergleich dazu steht der Jahrgang 2008 noch ganz in der klassischen Tradition von Veuve Clicquot: weniger Frucht, dafür stärker von nussigen, reifen Aromen geprägt.
Auch die Dosage wurde deutlich erhöht.
Für den 2018er wurde das Hefelager auf fünf Jahre verkürzt, was zur jugendlichen Frische und Eleganz beiträgt.
2018 war ein sonnenreicher Jahrgang, jedoch ohne extreme Hitzeperioden oder ausgeprägten Trockenstress. Die Reife der Trauben verlief dadurch gleichmäßig, die Lese begann ungewöhnlich früh – ab dem 20. August. Entscheidender Vorteil: Die Nächte im August blieben kühl, sodass ein ausgewogener Säuregehalt erhalten blieb. Zwar ist 2018 kein Jahr mit der straffen, rassigen Säure eines 2008, doch liegt das Niveau deutlich über jenem des säurearmen 2015.
Die Kombination aus reifer Frucht, balancierter Säure und struktureller Finesse verleiht den Weinen des Jahrgangs Charme und frühe Zugänglichkeit – wenn auch gewisse Fragezeichen beim langfristigen Lagerpotenzial bleiben.